Wie Medikamente heiser machen


Pille, ACE-Hemmer und Kortison
Wie Medikamente heiser machen
mauritius images / Alexander Korzh / Alamy / Alamy Stock Photos

Manchmal ist es gar nicht die Erkältung, die eine Heiserkeit auslöst. Auch Medikamente können zu Stimmstörungen führen. Ob man sie absetzen oder austauschen kann, entscheidet die Ärzt*in. Zusätzlich lässt sich aber mit Hausmitteln helfen.

Von direktem Reiz bis Mundtrockenheit

Heiserkeit ist häufig. Meist steckt ein Infekt der oberen Atemwege, eine Allergie oder eine Überlastung der Stimme dahinter. In manchen Fällen trifft jedoch nichts davon zu – dann sind vielleicht eingenommene Medikamente an der Stimmstörung schuld.

  • Besonders häufig führen die blutdrucksenkenden ACE-Hemmer zu Heiserkeit, die dann meist von einem trockenen Reizhusten begleitet wird. ACE-Hemmer erhöhen die Konzentration des Enzyms Bradykinin im Gewebe, wodurch Kehlkopf und Hals gereizt werden. 
  • Ebenfalls relativ häufig ist Heiserkeit durch Antihistaminika. Die vor allem gegen Allergien eingesetzten Wirkstoffe trocknen Mund und Rachen aus, wodurch die Stimmlippen stärker aneinander reiben und eine Heiserkeit entsteht.
  • Über die Austrocknung von Kehlkopfschleimhaut und Stimmlippen lösen noch weitere Medikamente eine Heiserkeit aus. Dazu gehören z. B. einige Betablocker und opioidhaltige Hustenblocker, aber auch trizyklische Antidepressiva.
  • Kortisonsprays (z. B. als Asthmamedikamente) führen über einen anderen Weg zu Heiserkeit. Sie reizen die Kehlkopfschleimhaut direkt, bei Daueranwendung wird diese sogar dünner. Die Folge ist Heiserkeit. 
  • Hormone schlagen ebenfalls auf die Stimme. So können gestagenhaltige Antibabypillen die Stimmlippen anschwellen und die Stimme anders klingen lassen. Bei Androgenpräparaten wird sie z. B. tiefer.
  • Aspirin wirkt sich auch manchmal auf die Stimme aus. Das geschieht dadurch, dass es durch die gerinnungshemmende Wirkung zu winzigen Schleimhautblutungen im Bereich der Stimmlippen kommt.

Nicht einfach absetzen

Auch wenn vermutlich ein Medikament zur Heiserkeit oder Stimmveränderung führt – einfach so absetzen darf man es natürlich nicht. Vorher muss Rücksprache mit der Ärzt*in gehalten werden.

Mit einigen Tipps kann man sich aber erst einmal selbst helfen: Stimme schonen (aber nicht flüstern, das belastet die Stimmbänder noch mehr!), viel trinken und trockene Luft meiden. Hilfreich sind auch schleimhautberuhigende Hals- oder Larynxtropfen oder -sprays aus der Apotheke.

Ganz wichtig: Hält die Heiserkeit mehr als zwei bis drei Wochen an, sollte sie ärztlich abgeklärt werden. Auch wenn meist nur harmlose Ursachen dahinterstecken, so müssen doch ernste Auslöser ausgeschlossen werden.

Quellen: Leitlinien Diagnostik und Therapie von Stimmstörungen, pta heute

Zusatzdienste

Wir haben jeden 2. Mittwochnachmittag für Sie von 14:30 - 18:30 geöffnet.
(jede gerade KW)
Unsere Zusatzdienste

Unser Botendienst

Sollten Sie sich nicht wohlfühlen oder gar nicht aus dem Haus kommen, sprechen Sie uns an oder rufen Sie uns an 0 25 43 / 376.
Nutzen Sie so unseren Botendienst, damit Sie auch in dieser Zeit mit Ihren benötigten Medikamten versorgt werden können.

Ratgeber Thema im März

Der Fibromyalgie Einhalt gebieten

Der Fibromyalgie Einhalt gebieten

Schmerzen lindern, Schlaf verbessern

Chronische Schmerzen, die sich am ganzen Körper ausbreiten, Schlafstörungen und Erschöpfung - Fibrom ... Zum Ratgeber
Ludgeri-Apotheke
Inhaber H. Günter Idelmann
Telefon 02543-376
Fax 02543-6582
E-Mail kontakt@ludgeri-apotheke.de